Energetische Inspektion, GEG

Energetische Inspektion nach § 74 GEG: Pflichten, Fristen & Ablauf

Gebäudeenergiegesetz · Betreiberpflicht · Klimaanlagen

Energetische Inspektion nach § 74 GEG

Pflichten, Fristen, Ablauf und Einsparpotenziale für Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Klima- und Lüftungsanlagen.

> 12 kW relevante Nennleistung für den Kältebedarf
10 Jahre Regelfrist für Erst- und Wiederholungsinspektion
§ 74 GEG zentrale Betreiberpflicht für Klimaanlagen
Bericht Dokumentation mit Registriernummer erforderlich

Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Klima- und Lüftungsanlagen müssen prüfen, ob ihre Anlagen unter die energetische Inspektionspflicht nach dem Gebäudeenergiegesetz fallen. Die Pflicht betrifft insbesondere Anlagen mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 12 Kilowatt.

Kurz gesagt: Die energetische Inspektion ist keine normale Wartung. Sie bewertet, ob eine Klimaanlage effizient, richtig dimensioniert und passend zur tatsächlichen Gebäudenutzung betrieben wird.

Was ist die energetische Inspektion nach § 74 GEG?

Die energetische Inspektion nach § 74 GEG ist eine gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung bestimmter Klimaanlagen und kombinierter Klima- und Lüftungsanlagen. Sie soll sicherstellen, dass Anlagen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch energetisch sinnvoll betrieben werden.

Im Mittelpunkt stehen die Energieeffizienz der Anlage, die Dimensionierung im Verhältnis zum tatsächlichen Kühlbedarf des Gebäudes sowie konkrete Optimierungspotenziale im laufenden Betrieb. Dabei werden Komponenten, Regelung, Betriebszeiten, Sollwerte, Luftmengen, Kälteerzeugung und Nutzungsbedingungen bewertet.

⚙

Technische Bewertung

Prüfung wesentlicher Komponenten wie Kälteerzeugung, Ventilatoren, Pumpen, Wärmeübertrager und Regelung.

📊

Effizienzanalyse

Bewertung von Betriebszeiten, Sollwerten, Volumenströmen, Teillastverhalten und Energieeinsatz.

💡

Optimierung

Konkrete fachliche Hinweise zur Senkung von Energieverbrauch, Betriebskosten und CO₂-Emissionen.

Welche Anlagen sind nach § 74 GEG betroffen?

Die Pflicht betrifft in Gebäude eingebaute Klimaanlagen sowie kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen mit mehr als 12 Kilowatt Nennleistung für den Kältebedarf.

AnlagentypTypische EinsatzbereicheRelevanz für § 74 GEG
Zentrale KlimaanlagenBürogebäude, Hotels, Kliniken, Verwaltungsgebäudehäufig betroffen
RLT-Anlagen mit KühlfunktionNichtwohngebäude, Schulen, Labore, Produktionsflächenhäufig betroffen
VRF- / VRV-AnlagenBüros, Einzelhandel, Hotels, Gewerbeflächenprüfen
KaltwassersätzeGewerbe, Rechenzentren, größere Immobilienhäufig betroffen
Multisplit-SystemeKleinere Gewerbeeinheiten, Praxen, Bürosleistungsabhängig

Wichtig für Betreiber

Nicht nur einzelne Innengeräte betrachten. Bei mehreren Geräten, gemeinsamer Kälteversorgung oder vernetzten Systemen muss fachlich geprüft werden, welche Anlagen funktional zusammengehören und welche Nennleistung anzusetzen ist.

Wer ist verantwortlich?

🏢

Betreiber der Anlage

Verantwortlich ist grundsätzlich der Betreiber der Klimaanlage. Das ist die Person oder Organisation, die den tatsächlichen Anlagenbetrieb verantwortet.

📄

Klare Zuständigkeiten

Bei Mietobjekten, Betreiberimmobilien oder Facility-Management-Strukturen sollten Pflichten vertraglich eindeutig geregelt werden.

Welche Fristen gelten für die energetische Inspektion?

Grundsätzlich muss die energetische Inspektion erstmals im zehnten Jahr nach der Inbetriebnahme oder nach der Erneuerung wesentlicher Bauteile durchgeführt werden. Danach ist sie spätestens alle zehn Jahre zu wiederholen.

Inbetriebnahme erfassen

Das Datum der Inbetriebnahme bildet die Grundlage für die Fristenbewertung.

Wesentliche Erneuerungen dokumentieren

Der Austausch von Kältemaschine, Ventilator oder Wärmeübertrager kann für die Frist relevant sein.

Erstinspektion durchführen

Die Erstinspektion ist grundsätzlich im zehnten Jahr nach Inbetriebnahme oder relevanter Erneuerung erforderlich.

Wiederholungsinspektion planen

Nach der ersten Inspektion muss die Prüfung spätestens alle zehn Jahre wiederholt werden.

Was wird bei der energetischen Inspektion geprüft?

Die Inspektion bewertet alle wesentlichen Einflussgrößen, die den Wirkungsgrad und die energetische Qualität der Anlage bestimmen.

  • Kälteerzeugung und Kältemaschine
  • Wärmeübertrager und Kühlregister
  • Ventilatoren und Pumpen
  • Luftmengen und Volumenströme
  • Betriebszeiten und Zeitprogramme
  • Temperatur-, Feuchte- und Luftmengen-Sollwerte
  • Regelungsstrategie und Gebäudeautomation
  • Sensorik und Aktorik
  • freie Kühlung und Wärmerückgewinnung
  • Dämmung von Kälteverteilungen
  • Nutzung, Belegung und interne Wärmelasten
  • Verhältnis von Anlagenleistung und Kühlbedarf

Warum ist die Dimensionierung entscheidend?

Viele Klimaanlagen wurden für Nutzungsbedingungen geplant, die heute nicht mehr gelten. Räume werden anders genutzt, Belegungszahlen ändern sich, IT-Lasten steigen, Arbeitszeiten verschieben sich oder Mietflächen werden umgebaut. Dadurch kann der ursprüngliche Kühlbedarf deutlich vom heutigen Bedarf abweichen.

Eine überdimensionierte Anlage arbeitet häufig ineffizient im Teillastbereich. Eine ungünstig geregelte Anlage kann unnötig lange laufen oder gleichzeitig heizen und kühlen. Eine unterdimensionierte oder falsch eingestellte Anlage verursacht dagegen Komfortprobleme und erhöhten Verschleiß.

Welche Ausnahmen gibt es?

🏭

Nichtwohngebäude

Eine geeignete Gebäudeautomation und Gebäuderegelung kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme begründen.

🤝

Energieleistungsvertrag

Vertragliche Vereinbarungen zur Gesamtenergieeffizienz können relevant sein, sofern die Anforderungen erfüllt sind.

🏠

Wohngebäude

Elektronische Überwachungs- und wirksame Regelungsfunktionen können eine Ausnahme ermöglichen.

Praxisempfehlung: Ausnahmen sollten nie pauschal angenommen werden. Entscheidend ist eine fachliche Prüfung und saubere Dokumentation.

Was enthält der Inspektionsbericht?

Nach der energetischen Inspektion wird ein Inspektionsbericht erstellt. Dieser dokumentiert die Ergebnisse der Prüfung und enthält fachliche Hinweise zur kosteneffizienten Verbesserung der energetischen Eigenschaften der Anlage.

  • Angaben zum Gebäude und Standort
  • Beschreibung der inspizierten Anlage
  • Nennleistung und technische Stammdaten
  • Bewertung der wesentlichen Komponenten
  • Bewertung der Anlagendimensionierung
  • Bewertung von Betriebszeiten, Sollwerten und Regelung
  • Hinweise auf energetische Schwachstellen
  • Empfehlungen für Optimierungsmaßnahmen
  • Ausstellungsdatum und Registriernummer

Typische Einsparpotenziale bei Klimaanlagen

Energetische Inspektionen zeigen häufig, dass Klimaanlagen technisch funktionieren, aber energetisch nicht optimal betrieben werden.

⏱

Betriebszeiten

Reduzierung unnötiger Laufzeiten, Anpassung an reale Nutzungszeiten und Vermeidung von Wochenendbetrieb.

🌡

Sollwerte

Optimierung von Temperatur-, Feuchte- und Luftmengen-Sollwerten zur Senkung des Energieverbrauchs.

🧠

Regelung

Verbesserung von Regelstrategien, Vermeidung gleichzeitigen Heizens und Kühlens, Nutzung freier Kühlung.

🔌

Hilfsenergie

Bedarfsgerechte Steuerung von Ventilatoren, Pumpen und Nebenaggregaten.

🧰

Wartungszustand

Reinigung von Wärmeübertragern, Filterkontrolle, Prüfung von Klappen, Ventilen und Sensorik.

📈

Monitoring

Verbesserung der Verbrauchserfassung und Einführung eines belastbaren Energiecontrollings.

Checkliste: Ist Ihre Klimaanlage nach § 74 GEG prüfpflichtig?

Mit dieser Checkliste können Betreiber eine erste Einschätzung vornehmen.

  • Ist eine Klimaanlage oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlage vorhanden?
  • Ist die Anlage in ein Gebäude eingebaut?
  • Beträgt die Nennleistung für den Kältebedarf mehr als 12 Kilowatt?
  • Dient die Anlage der Raumkühlung?
  • Ist das Inbetriebnahmedatum bekannt?
  • Wurde die Anlage bereits energetisch inspiziert?
  • Liegt ein Inspektionsbericht mit Registriernummer vor?
  • Ist die nächste Inspektionsfrist dokumentiert?
  • Gibt es eine mögliche Ausnahme, zum Beispiel durch geeignete Gebäudeautomation?
  • Wurde die Ausnahme fachlich geprüft und dokumentiert?

Vorbereitung auf die energetische Inspektion

Eine gute Vorbereitung verbessert die Qualität der Inspektion und reduziert Aufwand. Betreiber sollten technische Unterlagen, Wartungsprotokolle, Energieverbrauchsdaten und Informationen zur tatsächlichen Gebäudenutzung bereithalten.

UnterlageWarum sie wichtig ist
AnlagenschemataZeigen Aufbau, Komponenten und funktionale Zusammenhänge der Anlage.
Technische DatenblätterLiefern Nennleistung, Herstellerdaten und technische Spezifikationen.
WartungsprotokolleDokumentieren Zustand, Störungen und durchgeführte Instandhaltungsmaßnahmen.
Betriebszeiten und SollwerteErmöglichen die Bewertung der tatsächlichen Betriebsweise.
EnergieverbrauchsdatenErlauben Rückschlüsse auf Effizienz, Lastprofile und Einsparpotenziale.
Frühere InspektionsberichteZeigen Historie, Empfehlungen und nächste Fälligkeit.

Fazit: § 74 GEG ist Pflicht und Effizienzchance zugleich

Die energetische Inspektion nach § 74 GEG ist für viele Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Klima- und Lüftungsanlagen verpflichtend. Betroffen sind insbesondere Anlagen mit mehr als 12 Kilowatt Nennleistung für den Kältebedarf. Die Inspektion muss durch fachkundige Personen erfolgen, regelmäßig wiederholt und durch einen Inspektionsbericht dokumentiert werden.

Wer die Pflicht professionell organisiert, gewinnt doppelt: Betreiber reduzieren rechtliche Risiken und erhalten gleichzeitig konkrete Hinweise zur Verbesserung der Energieeffizienz. In vielen Gebäuden lassen sich durch optimierte Betriebszeiten, angepasste Sollwerte, bessere Regelung und gezielte Modernisierung erhebliche Einsparpotenziale erschließen.

Jetzt Prüfflicht nach § 74 GEG unverbindlich prüfen lassen

Sie sind unsicher, ob Ihre Klimaanlage oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlage unter die energetische Inspektionspflicht fällt? Wir prüfen Ihren Anlagenbestand, bewerten die relevanten Fristen und unterstützen Sie bei der rechtssicheren Umsetzung der energetischen Inspektion nach GEG.

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FAQ: Häufige Fragen zur energetischen Inspektion nach § 74 GEG

Was ist die energetische Inspektion nach § 74 GEG?

Die energetische Inspektion ist eine gesetzlich vorgeschriebene Prüfung bestimmter Klimaanlagen und kombinierter Klima- und Lüftungsanlagen. Sie bewertet die Effizienz der Anlage und ihre Dimensionierung im Verhältnis zum Kühlbedarf des Gebäudes.

Ab welcher Leistung ist eine Klimaanlage prüfpflichtig?

Die Pflicht gilt grundsätzlich für Klimaanlagen und kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 12 Kilowatt.

Wie oft muss die energetische Inspektion durchgeführt werden?

Die erste Inspektion ist grundsätzlich im zehnten Jahr nach Inbetriebnahme oder nach Erneuerung wesentlicher Bauteile durchzuführen. Danach muss sie spätestens alle zehn Jahre wiederholt werden.

Ersetzt eine Wartung die energetische Inspektion?

Nein. Eine Wartung ersetzt die energetische Inspektion nicht automatisch. Die energetische Inspektion bewertet zusätzlich Effizienz, Dimensionierung, Regelung und Optimierungspotenziale.

Wer darf die energetische Inspektion durchführen?

Die Inspektion darf nur durch fachkundige Personen durchgeführt werden. Diese müssen die im Gebäudeenergiegesetz beschriebenen Qualifikations- und Erfahrungsanforderungen erfüllen.

Gibt es Ausnahmen von der Inspektionspflicht?

Ja. Ausnahmen können unter anderem bei geeigneter Gebäudeautomation, bestimmten Energieeffizienzverträgen oder elektronischen Überwachungs- und Regelungsfunktionen möglich sein. Die Voraussetzungen sollten fachlich geprüft und dokumentiert werden.

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RLT-Anlagen
Energetische Inspektion

Energetische Inspektion von Klimaanlagen – Pflicht nach GEG für Nichtwohngebäude

Rechtliche Grundlage

Die energetische Inspektion ist im Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt.

Sie betrifft Klimaanlagen in Nichtwohngebäuden.

Wer ist betroffen?

Betreiber von:

  • Gewerbeimmobilien

  • Industriehallen

  • Bürogebäuden

  • Einkaufszentren

Wann ist eine Inspektion erforderlich?

Je nach Leistung 12 kW und Baujahr (alter als 10 Jahre) der Anlage gelten Inspektionsintervalle.

Ziel:

  • Energieeffizienzbewertung

  • Optimierungsempfehlungen

  • Dokumentationspflicht

Pflichten für Facility Manager

Versäumnisse können bußgeldbewehrt sein.

Typische Optimierungspotenziale

  • Regelungstechnik

  • Wartungsoptimierung

  • Austausch ineffizienter Komponenten

  • Lastoptimierung

Fazit

Die energetische Inspektion ist eine Betreiberpflicht – bietet aber erhebliches Einsparpotenzial.

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Die energetische Inspektion ist eine Betreiberpflicht – bietet aber erhebliches Einsparpotenzial. 

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Eine Hand schaltet eine Steckdosenleiste mit einem roten Kippschalter aus, um Strom zu sparen. Energiesparen im Winter durch das Abschalten ungenutzter Geräte zur Reduzierung des Standby-Verbrauchs
Energetische Inspektion, Energieaudit, Energiemanagement, Wärme / Kälte

Energiesparen im Winter: Ultimative Tipps für warme und effiziente Häuser

Der Winter steht vor der Tür. Mit ihm steigen nicht nur die Heizkosten, sondern auch die Herausforderungen, das Zuhause warm und energieeffizient zu gestalten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Maßnahmen wie verbesserter Fensterisolierung und programmierbaren Thermostaten Energie sparen und gleichzeitig den Wohnkomfort erhöhen. Lesen Sie weiter und entdecken Sie praxisnahe Tipps für ein winterfestes und kosteneffizientes Zuhause!


Warum ist Energiesparen im Winter so wichtig?

In der kalten Jahreszeit steigt der Energieverbrauch in Haushalten erheblich. Eine unzureichende Dämmung und veraltete Heizsysteme verursachen hohe Kosten und steigern den CO₂-Ausstoß. Durch gezielte Maßnahmen lassen sich nicht nur Heizkosten senken, sondern auch die Umwelt schützen. Entscheidend für ein warmes und effizientes Zuhause sind:

  • Optimierte Dämmung: Eine gute Isolierung verhindert Wärmeverluste und reduziert den Energiebedarf.
  • Intelligente Heizungssteuerung: Programmierbare Thermostate sorgen für eine bedarfsgerechte und zeitsparende Steuerung der Heizung.
  • Moderne Technik: Innovative Technologien und regelmäßige Wartung der Heizungsanlagen erhöhen die Effizienz und verlängern die Lebensdauer.

Fensterisolierung: Der Schlüssel zur Wärmeeffizienz

Fenster sind oft die Schwachstelle der Gebäudehülle. Ohne eine gute Isolierung entweicht wertvolle Wärme. Mit gezielten Maßnahmen können Sie hier viel Energie sparen.

Warum ist eine gute Fensterisolierung wichtig?

  • Reduzierter Wärmeverlust: Alte oder schlecht isolierte Fenster lassen viel Energie entweichen. Moderne Verglasungen und Dichtungen minimieren den Wärmeverlust.
  • Mehr Komfort: Gut isolierte Fenster schaffen ein gleichmäßiges Raumklima und verringern Zugluft.
  • Geringere Kosten: Durch eine verbesserte Fensterisolierung sinkt der Heizbedarf, was langfristig Geld spart.

Praktische Maßnahmen zur Fensterisolierung

  • Fenster austauschen: Investieren Sie in moderne, energieeffiziente Fenster mit Mehrfachverglasung.
  • Dichtungen erneuern: Undichte Stellen an bestehenden Fenstern lassen sich mit neuen Dichtungen abdichten.
  • Isolierfolien nutzen: Spezielle Fensterfolien sind eine kostengünstige Übergangslösung gegen Wärmeverluste.
  • Vorhänge und Rollos einsetzen: Schwere, isolierende Vorhänge helfen, die Wärme im Raum zu halten.

Programmierbare Thermostate: Intelligente Steuerung für Ihre Heizung

Die richtige Temperaturregelung ist entscheidend, um Energie effizient zu nutzen. Hier kommen programmierbare Thermostate ins Spiel.

Vorteile von programmierbaren Thermostaten

  • Automatische Anpassung: Sie regulieren die Heizung nur dann, wenn es nötig ist, und vermeiden unnötigen Energieverbrauch.
  • Zeitgesteuerte Heizzyklen: Individuelle Heizpläne helfen, Energie zu sparen – zum Beispiel durch niedrigere Temperaturen während der Nacht.
  • Fernsteuerung: Viele Systeme lassen sich per Smartphone-App steuern, sodass Sie auch unterwegs die Heizung optimal einstellen können.

So nutzen Sie programmierbare Thermostate optimal

  • Regelmäßige Kontrolle: Passen Sie Ihre Heizpläne saisonal an und optimieren Sie sie bei Bedarf.
  • Integration in Smart Home Systeme: Durch die Verbindung mit anderen Geräten kann das Energiemanagement noch effizienter gestaltet werden.
  • Beratung einholen: Ein Fachmann kann Ihnen helfen, die idealen Einstellungen für Ihr Zuhause zu finden.

Weitere Maßnahmen für mehr Energieeffizienz

Neben Fensterisolierung und smarter Heizungssteuerung gibt es weitere Möglichkeiten, um Heizkosten zu senken:

  • Dämmung von Türen und Wänden: Auch Türen und Außenwände sollten gut isoliert sein, um Wärmeverluste zu vermeiden.
  • Energiesparlampen verwenden: LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen.
  • Heizkörper optimieren: Regelmäßiges Entlüften und Reflektorplatten hinter Heizkörpern verbessern die Wärmeabgabe.
  • Wärmepumpen installieren: Eine langfristige Lösung zur Senkung des Energieverbrauchs.

Fazit: So wird Ihr Haus winterfest und energieeffizient

Energiesparen im Winter ist entscheidend, um Heizkosten zu reduzieren und die Umwelt zu schonen. Mit Maßnahmen wie besserer Fensterisolierung und smarten Thermostaten schaffen Sie ein warmes, energieeffizientes Zuhause.

Investieren Sie in moderne Technologien und optimieren Sie Ihre Heizgewohnheiten. Benötigen Sie professionelle Unterstützung? Unsere Experten von Energieaudit365 helfen Ihnen dabei, Ihr Zuhause noch effizienter zu gestalten. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung!

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Energetische Inspektion

Energetische Inspektion nach §74 GEG: Betreiberpflichten, Strafen und Auswirkungen

Ist Ihre Klimaanlage nach §74 GEG prüfpflichtig?

Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Lüftungs- und Klimaanlagen mit mehr als 12 kW Nennkälteleistung müssen regelmäßig eine energetische Inspektion durchführen lassen. Bei fehlender Inspektion können Bußgelder und Betreiberhaftungsrisiken entstehen.

Lassen Sie jetzt unverbindlich prüfen, ob Ihre Anlage betroffen ist und welche nächsten Schritte notwendig sind.

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Die energetische Inspektion nach §74 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist für viele Betreiber von Klimaanlagen und Lüftungssystemen eine gesetzliche Pflicht. Unternehmen und Immobilienbesitzer müssen sich mit den Anforderungen vertraut machen, um Bußgelder zu vermeiden und von den Vorteilen einer effizienten Anlagennutzung zu profitieren. In diesem Beitrag erklären wir, welche Pflichten bestehen, welche Strafen drohen und welche Vor- und Nachteile eine energetische Inspektion mit sich bringt.

1. Was ist die energetische Inspektion nach §74 GEG?

Die energetische Inspektion ist eine gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung von Klimaanlagen mit einer Kälte-Nennleistung von mehr als 12 kW. Diese Inspektion soll sicherstellen, dass die Systeme energieeffizient betrieben werden und Einsparpotenziale erkannt werden.

Ziel der Inspektion:

  • Analyse des Energieverbrauchs und der Effizienz der Anlage.
  • Identifizierung von Optimierungspotenzialen zur Senkung der Betriebskosten.
  • Sicherstellung eines umweltfreundlichen Betriebs.
  • Reduzierung des CO₂-Ausstoßes.

2. Wer ist zur energetischen Inspektion verpflichtet?

Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Lüftungssystemen mit einer Nennkälteleistung von mehr als 12 kW sind verpflichtet, die Inspektion spätestens zehn Jahre nach der Inbetriebnahme durchführen zu lassen. Danach ist eine wiederholte Inspektion in regelmäßigen Abständen erforderlich.

Ausnahmen:

  • Anlagen mit automatisierten Steuerungssystemen zur Optimierung des Energieverbrauchs können von der Pflicht befreit sein.
  • Reine Lüftungsanlagen ohne Kältekreislauf sind nicht betroffen.

Bußgeldrisiko vermeiden: Inspektionspflicht jetzt klären

Wenn Ihre Anlage unter die Inspektionspflicht fällt, sollte die Prüfung rechtzeitig geplant werden. Wir prüfen, ob Ihre Klimaanlage, RLT-Anlage oder Kältemaschine betroffen ist und welche Frist für Sie relevant ist.

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3. Welche Strafen drohen bei Nichteinhaltung?

Unternehmen und Betreiber, die keine energetische Inspektion durchführen lassen, riskieren hohe Strafen:

  • Bußgelder bis zu 50.000 Euro gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG).
  • Mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen, wenn ineffiziente Anlagen zu Schäden oder hohen Energieverlusten führen.
  • Wertminderung der Immobilie durch hohe Energiekosten und negative Umweltbilanz.

4. Vorteile der energetischen Inspektion

Die regelmäßige energetische Inspektion bringt mehrere Vorteile für Unternehmen und Immobilienbetreiber:

  • Energieeinsparung: Identifizierung von ineffizienten Komponenten führt zu einer Optimierung des Energieverbrauchs.
  • Kostensenkung: Reduzierung der Betriebskosten durch effizientere Nutzung der Klimaanlage.
  • Längere Lebensdauer: Regelmäßige Inspektionen verhindern frühzeitigen Verschleiß und teure Reparaturen.
  • Rechtssicherheit: Erfüllung gesetzlicher Vorgaben vermeidet Strafen und Haftungsrisiken.
  • Umweltfreundlichkeit: Reduzierung des CO₂-Ausstoßes trägt zur Nachhaltigkeit bei.

5. Nachteile der energetischen Inspektion

Trotz vieler Vorteile gibt es auch einige Nachteile, die beachtet werden sollten:

  • Kostenaufwand: Die Inspektion erfordert eine finanzielle Investition, die je nach Anlagengröße variieren kann.
  • Zeitaufwand: Die Prüfung kann Betriebsunterbrechungen erfordern.
  • Notwendige Nachrüstungen: Falls ineffiziente Komponenten entdeckt werden, können zusätzliche Investitionen in energieeffiziente Technik erforderlich sein.

6. Fazit: Lohnt sich die energetische Inspektion?

Ja! Trotz der anfänglichen Kosten und des Aufwands lohnt sich die energetische Inspektion langfristig. Sie hilft nicht nur, gesetzliche Anforderungen einzuhalten, sondern bietet auch handfeste wirtschaftliche Vorteile durch geringere Energiekosten und eine nachhaltigere Betriebsweise. Für Unternehmen, die ihre Klimaanlagen optimieren und Strafen vermeiden wollen, ist die energetische Inspektion eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

Nutzen Sie die Vorteile und lassen Sie Ihre Klimaanlage rechtzeitig inspizieren!

Energetische Inspektion nach §74 GEG beauftragen

Wir führen die energetische Inspektion Ihrer Klimaanlagen, RLT-Anlagen und Kältemaschinen deutschlandweit durch – präzise, ganzheitlich und mit klarer Dokumentation für Ihre Betreiberpflichten.

Sie erhalten:

  • Prüfung der gesetzlichen Inspektionspflicht
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Oder direkt telefonisch beraten lassen: 06421 / 20 28 277

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Energetische Inspektion, GEG

Energetische Inspektion von Klimaanlagen nach dem neuen GEG

Energetische Inspektion von Klimaanlagen nach dem neuen GEG

Nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG; dort § 74 Betreiberpflicht) unterliegen Klimaanlagen in Gebäuden der Pflicht zur Durchführung einer energetischen Inspektion. Darunter fallen Anlagen mit einer Nennkälteleistung von mehr als 12 Kilowatt und einem Alter von 10 Jahren.

Ist Ihre Klimaanlage nach GEG inspektionspflichtig?

Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Klima-/Lüftungsanlagen müssen prüfen, ob ihre Anlagen unter die energetische Inspektionspflicht fallen. Entscheidend sind unter anderem Nennkälteleistung, Anlagenalter, Gebäudeart und mögliche Ausnahmen über Gebäudeautomation.

Lassen Sie jetzt unverbindlich klären, ob Ihre Anlage betroffen ist und welche nächsten Schritte notwendig sind.

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Wer ist zur Durchführung der Energetische Inspektion von Klimaanlagen nach dem neuen GEG verpflichtet?

Sowohl nach EnEV als auch nach GEG ist der Betreiber. Der Betreiber ist der Adressat der Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion.

Welche Anlagen unterliegen der Energetische Inspektion von Klimaanlagen nach dem neuen GEG?

Einer energetischen Inspektion unterliegen Klimaanlagen in Gebäuden mit einer Nennkälteleistung von mehr als 12 Kilowatt und älter als 10 Jahre. Die Maßgabe lässt sich der bislang gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV; dort § 12 Energetische Inspektion von Klimaanlagen) als auch nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG; dort § 74 Betreiberpflicht) festlegen.

Energetische Inspektion und Neuerungen in der Gesetzeslage!

Gibt es Neuerungen in der Gesetzeslage?

Am 1. November 2020 wurde die EnEV 2013 durch das Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG) abgelöst.

Wann genau wird das Gebäudeenergiegesetz – GEG in Kraft treten?

Am 1. November 2020 wurd die EnEV 2013 durch das Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG) abgelöst.

Welches Ziel verfolgt das Gebäudeenergiegesetz – GEG?

Es wird das Ziel verfolgt die geltenden Regeln und Anforderungen an den Energiebedarf von Gebäuden zu vereinfachen und zu vereinheitlichen.

Energetische Inspektion und die Anforderungen des GEG!

Wann fällt die Entscheidung über die Anpassung der energetischen Anforderungen?

Erst in der nächsten Legislaturperiode würde eine Entscheidung über eine Anpassung der energetischen Anforderungen fallen, d. h. die aktuellen Standards würden mit einem anschließenden Gesetzgebungsverfahren und den dabei üblichen Übergangsfristen frühestens Ende 2024 eine Anpassung erfahren.

Energetische Inspektion - was bringt der GEG für die Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion von Klimaanlagen?

Der GEG bringt für die Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion von Klimaanlagen deutliche Erleichterungen.

  1. Erste Erleichterung ist, dass Klimaanlagen ausgenommen sind, die unter bestimmten Anforderungen an die Gebäudeautomation angeschlossen sind.
  2. Zweite Erleichterung, ist das es ein Stichprobenverfahren ermöglicht wird

Haben Sie Fragen zum neuen GEG und den Auswirkungen auf die Energetische Inspektion?

Schreiben Sie uns Ihre Fragen oder rufen Sie an!

ENERGETISCHE INSPEKTION UND DIE PFLICHT ZUR DURCHFÜHRUNG AN KLIMAANLAGEN

Sowohl die EnEV als auch das GEG verpflichten die Betreiber von Klimaanlagen zur regelmäßigen Inspektion. Diese Pflicht besteht immer dann, wenn die Klimaanlage im Gebäude eingebaut sind. Dabei gilt eine Altersgrenze von 10 Jahren, sowie die Nennleistung der Klimaanlage für den Kältebedarf 12 Kilowatt übersteigt. Die Energetische Inspektion besteht aus einer komponenten- und einer systembezogenen Inspektion.

Bei der komponentenbezogenen Inspektion wird die energetische Effizienz der eingesetzten Geräte und Komponenten festgestellt. Bei der systembezogenen Inspektion werden die Einflüsse, die für die Auslegung der Anlage verantwortlich sind, bewertet und überprüft.

Unter der systembezogenen Inspektion werden die Raumnutzung, Nutzungszeiten und relevante bauphysikalische Eigenschaften des Gebäudes sowie die vom Betreiber geforderten Sollwerte untersucht.

Die Paragrafen § 12 EnEV bzw. § 75 GEG beschreiben die Durchführung und Umfang der Inspektion.

  1. „(1) Die Inspektion einer Klimaanlage oder einer kombinierten Klima- und Lüftungsanlage umfasst Maßnahmen zur Prüfung der Komponenten, die den Wirkungsgrad der Anlage beeinflussen, und der Anlagendimensionierung im Verhältnis zum Kühlbedarf des Gebäudes.
  2. (2) Die Inspektion bezieht sich insbesondere auf 1. die Überprüfung und Bewertung der Einflüsse, die für die Auslegung der Anlage verantwortlich sind, insbesondere Veränderungen der Raumnutzung und -belegung, der Nutzungszeiten, der inneren Wärmequellen sowie der relevanten bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes und der vom Betreiber geforderten Sollwerte hinsichtlich Luftmengen, Temperatur, Feuchte, Betriebszeit sowie Toleranzen, und 2. die Feststellung der Effizienz der wesentlichen Komponenten.
  3. Die Inspektion einer Klimaanlage mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 70 Kilowatt oder einer kombinierten Klima- und Lüftungsanlage mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 70 Kilowatt ist nach DIN SPEC 15240: 2019-03 durchzuführen.
  4. In den Fällen des § 74 Absatz 2 ist bei einem Betrieb von bis zu 200 Klimaanlagen jede zehnte Anlage und bei einem Betrieb von mehr als 200 Klimaanlagen jede 20. 2Anlage einer Inspektion nach Maßgabe der Absätze 1 bis 3 zu unterziehen.“

Welches Ziel verfolgt das GEG?

Es wird das Ziel verfolgt die geltenden Regeln und Anforderungen an den Energiebedarf von Gebäuden zu vereinfachen und zu vereinheitlichen.


KLIMAANLAGEN MIT ANSCHLUSS AN DIE GEBÄUDEAUTOMATION

Die Pflicht besteht nicht, wenn eine Klimaanlage oder eine kombinierte Klima- und Lüftungsanlage in ein Nichtwohngebäude eingebaut ist, das mit einem System für die Gebäudeautomation und Gebäuderegelung ausgestattet ist. 

Das System muss in der Lage sein:

  1. Den Energieverbrauch des Gebäudes kontinuierlich zu überwachen, zu protokollieren, zu analysieren und dessen Anpassung zu ermöglichen.
  2. Einen Vergleichsmaßstab in Bezug auf die Energieeffizienz des Gebäudes aufzustellen. Effizienzverluste der vorhandenen gebäudetechnischen Systeme zu erkennen. Die für die gebäudetechnischen Einrichtungen oder die gebäudetechnische Verwaltung zuständige Person zu informieren.
  3. Die Kommunikation zwischen den vorhandenen, miteinander verbundenen gebäudetechnischen Systemen und anderen gebäudetechnischen Anwendungen innerhalb des Gebäudes zu ermöglichen. Gemeinsam mit verschiedenen Typen gebäudetechnischer Systeme zu betreiben.

In Wohngebäuden sind Klimaanlagen oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen ausgenommen, wenn die Klimaanlage mit einer kontinuierlichen elektronischen Überwachungsfunktion ausgestattet ist.

Die Pflicht besteht nicht, wenn eine Klimaanlage oder eine kombinierte Klima- und Lüftungsanlage in ein Wohngebäude eingebaut ist, das ausgestattet ist mit folgenden Funktionen:

  1. Einer kontinuierlichen elektronischen Überwachungsfunktion, die die Effizienz der vorhandenen gebäudetechnischen Systeme misst. Den Eigentümer oder Verwalter des Gebäudes darüber informiert, wenn sich die Effizienz erheblich verschlechtert hat und eine Wartung der vorhandenen gebäudetechnischen Systeme erforderlich ist.
  2. Einer wirksamen Regelungsfunktion zur Gewährleistung einer optimalen Erzeugung, Verteilung, Speicherung oder Nutzung von Energie ausgestattet ist.

Mehrere Klimaanlagen im Bestand?

Für Betreiber mehrerer gleichartiger Anlagen kann das GEG Erleichterungen ermöglichen – etwa über Gebäudeautomation oder ein Stichprobenverfahren. Wir prüfen, ob Ihre Anlagen vollständig inspiziert werden müssen oder ob eine vereinfachte Vorgehensweise möglich ist.

Ideal für Filialisten, Handelsstandorte, Bürogebäude, Banken, IT-Standorte und Facility Management

Wie können Betreiber das Stichprobenverfahren nach dem neuen GEG anwenden?

Wie sieht ein Beispiel für das Stichproben-verfahren aus?

Beim Stichprobenverfahren werden unter Voraussetzung der vorgenannten Bedingungen beim Betrieb von bis zu 200 Klimaanlagen jede zehnte Anlage und bei einem Betrieb von mehr als 200 Klimaanlagen jede 20 inspiziert. Anlagen werden einer Inspektion nach Maßgabe der Absätze 1 bis 3 unterzogen. (§ 75 Abs. 4 GEG).

Das Stichprobenverfahren ist eine deutliche Vereinfachung für die Betreiber. Wenn ein Betreiber in vergleichbaren Nichtwohngebäuden mehr als 10 gleichartige Klimaanlagen oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen betreibt deren Leistung zwischen 12 und 70 kW liegt kann er die Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion nach § 74 Abs. 1 auch durch eine stichprobenweise Inspektion erfüllen (§ 74 Abs. 2 GEG).

Nichtwohngebäude gelten dann als vergleichbar, wenn sie nach demselben Plan errichtet werden, der für mehrere Nichtwohngebäude an verschiedenen Orten erstellt wurde. Nach Anlagentyp und Leistung gleichartige Klimaanlagen oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen sind Anlagen gleicher Bauart, gleicher Funktion und gleicher Kühlleistung je Quadratmeter Nettogrundfläche (§ 74 Abs. 2 GEG).


Fazit

Das neue GEG schafft aber im Bereich der energetischen Inspektion von Klimaanlagen für die Branche spürbare Erleichterungen. Sicherlich kann nicht jeder Betreiber von Klimaanlagen die Bedingungen für das Stichprobenverfahren oder die Anbindung an die Gebäudeautomation erfüllen und die Ausnahmeregelung noch das Stichprobenverfahren für sich nutzen. Vor allem ist die Ausnahmeregelung eine starke Entlastung für Filialisten wie Banken, Fastfoodketten, Einkaufshäuser und den einen oder anderen IT-Dienstleister.

Energetische Inspektion nach GEG anfragen

Wir prüfen, ob Ihre Klimaanlage, Kältemaschine oder kombinierte Klima-/Lüftungsanlage inspektionspflichtig ist, bewerten mögliche Ausnahmen und führen die energetische Inspektion fachgerecht durch.

Sie erhalten:

  • Prüfung der GEG-Inspektionspflicht
  • Bewertung von Ausnahmen und Stichprobenmöglichkeiten
  • energetische Bewertung der relevanten Komponenten
  • Dokumentation der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Oder direkt telefonisch beraten lassen: 06421 / 20 28 277

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Energetische Inspektion von Klimaanlagen nach dem neuen GEG

Nach dem derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Gebäudeenergiegesetz (GEG; dort § 74 Betreiberpflicht) einer energetischen Inspektion als auch nach der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV; dort § 12 Energetische Inspektion von Klimaanlagen) unterliegen Klimaanlagen in Gebäuden mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 12 Kilowatt und einem Alter von 10 Jahren der Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion.

Wer ist zur Durchführung der Energetischen Inspektion verpflichtet?

Sowohl nach EnEV als auch nach GEG ist der Betreiber, sprich der Adressat der Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion.

Welche Anlagen unterliegen der Inspektionspflicht?

Sowohl nach der bislang gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV; dort § 12 Energetische Inspektion von Klimaanlagen) als auch nach dem derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Gebäudeenergiegesetz (GEG; dort § 74 Betreiberpflicht) unterliegen einer energetischen Inspektion Klimaanlagen in Gebäuden mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 12 Kilowatt und älter als 10 Jahre.

Gibt es Neuerungen in der Gesetzeslage?

Das Bundeskabinett hat den 3. Entwurf der Bundesregierung im Oktober 2019 beschlossen knapp 3 Jahre nach dem ersten Referentenentwurf des Gesetzes zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude (so der Langtitel).

Wann genau wird das GEG in Kraft treten?

Zum derzeitigen Zeitpunkt steht noch nicht genau fest. Schätzungsweise sollte es nach einem mehr als 3 Jahre andauernden Gesetzgebungsverfahren im Jahre 2020 endlich soweit sein. Das GEG wird mit seinem Inkrafttreten neben der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ablösen.

Welches Ziel verfolgt das GEG?

Es wird das Ziel verfolgt die geltenden Regeln und Anforderungen an den Energiebedarf von Gebäuden zu vereinfachen und zu vereinheitlichen.

Welche Anforderungen schreibt das GEG im Gebäudebetrieb, zu errichtende und bestehende Gebäude?

Der GEG-Entwurf schreibt die bisherigen energetischen Anforderungen im Gebäudebetrieb im Wesentlichen fort. Für die Überprüfung der Anforderungen an zu errichtende und bestehende Gebäude Folgendes sieht es vor:

„Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat werden die Anforderungen an zu errichtende Gebäude […] und die Anforderungen an bestehende Gebäude […] nach Maßgabe von § 5 [Grundsatz der Wirtschaftlichkeit] und unter Wahrung des Grundsatzes der Technologieoffenheit im Jahr 2023 überprüfen und nach Maßgabe der Ergebnisse der Überprüfung innerhalb von 6 Monaten nach Abschluss der Überprüfung einen Gesetzgebungsvorschlag für eine Weiterentwicklung der Anforderungen an zu errichtende und bestehende Gebäude vorlegen. Die Bezahlbarkeit des Bauens und Wohnens ist ein zu beachtender wesentlicher Eckpunkt” (§ 9 GEG).

Wann fällt die Entscheidung über die Anpassung der energetischen Anforderungen?

Erst in der nächsten Legislaturperiode würde eine Entscheidung über eine Anpassung der energetischen Anforderungen fallen, d. h. die aktuellen Standards würden mit einem anschließenden Gesetzgebungsverfahren und den dabei üblichen Übergangsfristen frühestens Ende 2024 eine Anpassung erfahren.

Was bringt der Gesetzesentwurf für die Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion von Klimaanlagen?

Aus Sicht zahlreicher Experten sind die gesetzten Anforderungen für die Zielerreichung der Klimaneutralität des Gebäudebestands bis 2050 zu gering angesetzt. Der Gesetztesentwurft des GEG bringt für die Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion von Klimaanlagen deutliche Erleichterungen.

  1. Es sind Klimaanlagen ausgenommen, die unter bestimmten Anforderungen an die Gebäudeautomation angeschlossen sind.
  2. Es wird ein Stichprobenverfahren ermöglicht

INSPEKTIONSPFLICHT VON KLIMAANLAGEN NACH ALTER SOWIE NEUER RECHTSLAGE

Sowohl die EnEV als auch das GEG verpflichten die Betreiber von Klimaanlagen zur regelmäßigen Inspektion. Diese Pflicht besteht immer dann, wenn die Klimaanlage im Gebäude eingebaut, älter als 10 Jahre ist und die Nennleistung der Klimaanlage für den Kältebedarf 12 Kilowatt übersteigt. Die Energetische Inspektion besteht aus einer komponenten- und einer systembezogenen Inspektion.

Bei der komponentenbezogenen Inspektion wird die energetische Effizienz der eingesetzten Geräte und Komponenten festgestellt. Bei der systembezogenen Inspektion werden die Einflüsse, die für die Auslegung der Anlage verantwortlich sind, bewertet und überprüft.

Bei der systembezogenen Inspektion werden die Raumnutzung, Nutzungszeiten und relevante bauphysikalische Eigenschaften des Gebäudes sowie die vom Betreiber geforderten Sollwerte untersucht.

Nach § 12 EnEV bzw. § 75 GEG beschreibt die Durchführung und Umfang der Inspektion.

„(1) Die Inspektion einer Klimaanlage oder einer kombinierten Klima- und Lüftungsanlage umfasst Maßnahmen zur Prüfung der Komponenten, die den Wirkungsgrad der Anlage beeinflussen, und der Anlagendimensionierung im Verhältnis zum Kühlbedarf des Gebäudes.

(2) Die Inspektion bezieht sich insbesondere auf

1.    die Überprüfung und Bewertung der Einflüsse, die für die Auslegung der Anlage verantwortlich sind, insbesondere Veränderungen der Raumnutzung und -belegung, der Nutzungszeiten, der inneren Wärmequellen sowie der relevanten bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes und der vom Betreiber geforderten Sollwerte hinsichtlich Luftmengen, Temperatur, Feuchte, Betriebszeit sowie Toleranzen, und

2.    die Feststellung der Effizienz der wesentlichen Komponenten.

(3) Die Inspektion einer Klimaanlage mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 70 Kilowatt oder einer kombinierten Klima- und Lüftungsanlage mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 70 Kilowatt ist nach DIN SPEC 15240: 2019-03 durchzuführen.

(4) 1In den Fällen des § 74 Absatz 2 ist bei einem Betrieb von bis zu 200 Klimaanlagen jede zehnte Anlage und bei einem Betrieb von mehr als 200 Klimaanlagen jede 20. 2Anlage einer Inspektion nach Maßgabe der Absätze 1 bis 3 zu unterziehen.“

KLIMAANLAGEN MIT ANSCHLUSS AN DIE GEBÄUDEAUTOMATION

Im Gegensatz zur EnEV, bei der alle Klimaanlagen größer 12 KW betroffen waren, sind nach dem GEG (§ 74 Abs. 3 GEG) Klimaanlagen in Nichtwohngebäuden von der Inspektionspflicht ausgenommen, die mit einem System für die Gebäudeautomation und Gebäuderegelung ausgestattet sind.

„§ 74 Abs. (3) Die Pflicht nach Absatz 1 besteht nicht, wenn eine Klimaanlage oder eine kombinierte Klima- und Lüftungsanlage in ein Nichtwohngebäude eingebaut ist, das mit einem System für die Gebäudeautomation und Gebäuderegelung nach Maßgabe von Satz 2 ausgestattet ist. 2Das System muss in der Lage sein,

1.    den Energieverbrauch des Gebäudes kontinuierlich zu überwachen, zu protokollieren, zu analysieren und dessen Anpassung zu ermöglichen,

2.   einen Vergleichsmaßstab in Bezug auf die Energieeffizienz des Gebäudes aufzustellen, Effizienzverluste der vorhandenen gebäudetechnischen Systeme zu erkennen und die für die gebäudetechnischen Einrichtungen oder die gebäudetechnische Verwaltung zuständige Person zu informieren und

3.    die Kommunikation zwischen den vorhandenen, miteinander verbundenen gebäudetechnischen Systemen und anderen gebäudetechnischen Anwendungen innerhalb des Gebäudes zu ermöglichen und gemeinsam mit verschiedenen Typen gebäudetechnischer Systeme betrieben zu werden.“

In Wohngebäuden sind Klimaanlagen oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen ausgenommen, wenn die Klimaanlage mit einer kontinuierlichen elektronischen Überwachungsfunktion ausgestattet ist.

§ 74 Abs. 4 GEG Die Pflicht nach Absatz 1 besteht nicht, wenn eine Klimaanlage oder eine kombinierte Klima- und Lüftungsanlage in ein Wohngebäude eingebaut ist, das ausgestattet ist mit

1. einer kontinuierlichen elektronischen Überwachungsfunktion, die die Effizienz der vorhandenen gebäudetechnischen Systeme misst und den Eigentümer oder Verwalter des Gebäudes darüber informiert, wenn sich die Effizienz erheblich verschlechtert hat und eine Wartung der vorhandenen gebäudetechnischen Systeme erforderlich ist, und

2. einer wirksamen Regelungsfunktion zur Gewährleistung einer optimalen Erzeugung, Verteilung, Speicherung oder Nutzung von Energie.

Wie können Betreiber das Stichprobenverfahren nach dem neuen GEG anwenden?

Wie können Betreiber das Stichprobenverfahren nach dem neuen GEG anwenden?

Das Stichprobenverfahren ist eine deutliche Vereinfachung für die Betreiber. Wenn ein Betreiber in vergleichbaren Nichtwohngebäuden mehr als 10 gleichartige Klimaanlagen oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen betreibt deren Leistung zwischen 12 und 70 kW liegt kann er die Pflicht zur Durchführung der energetischen Inspektion nach § 74 Abs. 1 auch durch eine stichprobenweise Inspektion erfüllen (§ 74 Abs. 2 GEG).

Nichtwohngebäude gelten dann als vergleichbar, wenn sie nach demselben Plan errichtet werden, der für mehrere Nichtwohngebäude an verschiedenen Orten erstellt wurde. Nach Anlagentyp und Leistung gleichartige Klimaanlagen oder kombinierte Klima- und Lüftungsanlagen sind Anlagen gleicher Bauart, gleicher Funktion und gleicher Kühlleistung je Quadratmeter Nettogrundfläche (§ 74 Abs. 2 GEG).

Wie sieht ein Beispiel für das Stichprobenverfahren aus?

Wenn das Stichprobenverfahren unter Voraussetzung der vorgenannten Bedingungen zum Einsatz kommt, kann beim Betrieb von bis zu 200 Klimaanlagen jede zehnte Anlage und bei einem Betrieb von mehr als 200 Klimaanlagen jede 20. Anlage einer Inspektion nach Maßgabe der Absätze 1 bis 3 unterzogen werden. (§ 75 Abs. 4 GEG).

Fazit

Aus Sicht von zahlreichen Experten fällt der Gesetzesentwurf für die Zielerreichung der Klimaneutralität des Gebäudebestands bis 2050 zu weich aus. Er schafft aber im Bereich der energetischen Inspektion von Klimaanlagen für die Branche spürbare Erleichterungen. Sicherlich kann nicht jeder Betreiber von Klimaanlagen die Bedingungen für das Stichprobenverfahren oder die Anbindung an die Gebäudeautomation erfüllen und die Ausnahmeregelung noch das Stichprobenverfahren für sich nutzen. Vor allem ist die Ausnahmeregelung eine starke Entlastung für Filialisten wie Banken, Fastfoodketten, Einkaufshäuser und den einen oder anderen IT-Dienstleister.

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